Schweizer Mediennutzung 2023: Ein Blick auf die aktuellen Trends

02. Oktober 2023 von

Die jüngsten Ergebnisse der Digimonitor-Studie 2023, durchgeführt von der Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) und der WEMF AG für Werbemedienforschung, zeigen signifikante Veränderungen in der Schweizer Mediennutzung. Wir werfen einen prägnanten Blick auf die Trends, die die Medienlandschaft in der Schweiz im Jahr 2023 prägen.

Instagram überholt Facebook: Der Kampf der sozialen Medien

Eine der bemerkenswertesten Veränderungen in der Schweizer Medienlandschaft ist der Wechsel an der Spitze der sozialen Medien. Instagram hat Facebook überholt und ist jetzt die beliebteste Plattform in der Schweiz, mit 2.9 Millionen Nutzern oder 42.2% der Bevölkerung. Im Vergleich dazu hat Facebook 180.000 Nutzer verloren und zählt nun 2.8 Millionen (41.7%). Dieser Wandel hat erhebliche Auswirkungen auf die Strategien von Unternehmen und Werbetreibenden, da Instagram als Plattform für gezielte Marketingkampagnen an Bedeutung gewinnt.

Chat GPT erobert die Schweiz: Die Ära der KI-Chatbots

Eine weitere beeindruckende Entwicklung ist der rasante Aufstieg von Chat GPT, einem Chatbot, der auf künstlicher Intelligenz (KI) basiert. Innerhalb kurzer Zeit hat Chat GPT in der Schweiz über 1 Million Nutzer gewonnen, was 15% der Bevölkerung entspricht. Besonders interessant ist, dass diese Plattform bei jüngeren Menschen besonders beliebt ist, da fast die Hälfte aller Personen in Ausbildung Chat GPT nutzt. Das Durchschnittsalter der Nutzer liegt bei 28 Jahren. Für Werbetreibende bietet diese Entwicklung die Chance, innovative Marketingstrategien zu entwickeln, die KI-gestützte Chatbots integrieren.

Video-Streaming-Müdigkeit: YouTube und Netflix verlieren an Zugkraft

Trotz des jahrelangen Wachstums im Bereich Video-Streaming verzeichnet die Studie einen Wendepunkt. YouTube hat im Vergleich zum Vorjahr 370.000 Zuschauer verloren, während Netflix 300.000 Zuschauer eingebüßt hat. Obwohl YouTube immer noch 4.3 Millionen gelegentliche Zuschauer (64% der Bevölkerung) hat, könnte dieser Rückgang auf eine gewisse Sättigung in diesem Markt hinweisen. Bei Netflix ist vor allem auffällig, dass jüngere Männer unter 35 Jahren vermehrt abwandern. Diese Verschiebung sollte Werbetreibende dazu ermutigen, ihre Werbestrategien für Video-Streaming-Plattformen zu überdenken.

Klassische Medien erleben ein Comeback

Überraschenderweise erleben klassische Medien wie Kino und Teletext ein Revival. 3.2 Millionen Menschen (47% der Bevölkerung) gingen in den letzten sechs Monaten ins Kino, was einen Anstieg von 570’000 Besuchern im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Schweizer Kinos erreichen damit beeindruckende 92% der Vor-Corona-Besucherzahlen. Auch der Teletext bleibt erstaunlich beliebt, mit einem Anstieg von 520’000 Nutzern im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt informieren sich 2.5 Millionen Menschen (37% der Bevölkerung) mindestens gelegentlich über Teletext, wobei 1.6 Millionen (23%) ihn sogar wöchentlich nutzen. Dies zeigt, dass klassische Medien nach wie vor einen festen Platz in der Schweizer Medienlandschaft haben.

Podcasts sind im Trend: Die Renaissance des gesprochenen Wortes

Podcasts verzeichnen weiterhin einen Anstieg von 270’000 Nutzern im Vergleich zum Vorjahr. Von den insgesamt 2.9 Millionen Nutzern sind die meisten Gelegenheitshörer. Lediglich 400.000 Personen (6%) hören täglich Podcasts. Dieses Medium spricht insbesondere ein junges Publikum an, da 54% der Personen unter 55 Jahren mindestens gelegentlich Podcasts hören. Dies bietet Werbetreibenden die Möglichkeit, ein breites Publikum zu erreichen.

Fazit: Die Medienlandschaft bleibt spannend und herausfordernd

Die Ergebnisse der Digimonitor-Studie verdeutlicht, dass die Schweizer Medienlandschaft in ständigem Wandel ist und dynamisch bleibt. Social Media verschiebt sich, klassische Medien erleben ein Comeback, und innovative Technologien wie Chat GPT gewinnen an Bedeutung. Wir als Mediaagentur passen die Mediastrategien an und müssen flexibel agieren, um diesen sich wandelnden Trends gerecht zu werden. Die Schweizer Medienlandschaft bleibt spannend und herausfordernd zugleich, und die Anpassungsfähigkeit wird der Schlüssel zum Erfolg sein.

Mehr zur Studie

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