iico2014 – meine Eindrücke aus Berlin

03. Juni 2014 von

An einem gewöhnlichen Sonntag Anfang Mai machte ich mich auf eine ganze besondere Reise in unsere Hauptstadt. Mein Ziel: Der infopark internet congress (iico), der in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal in Berlin stattfand. Nach einer erstaunlich reibungslosen Hinfahrt mit der Deutschen Bahn, suchte ich meine Unterkunft auf, das Hotel Calma Berlin-Mitte (sehr zu empfehlen!), ganz nahe des Veranstaltungsorts, dem Hotel Maritim proArte auf der Friedrichstraße.

Am 05.05. begann der dreitägige Kongress. Während die ersten beiden Tage ganz im Zeichen von Vorträgen aus den unterschiedlichsten Themengebieten standen, widmete sich der dritte Tag in Workshops konkreten Einzelthemen. Ich selbst nahm nur an den Vorträgen der ersten beiden Tage teil. Da dies mein erster Kongress war, wusste ich nicht, was mich erwarten würde, gewann aber schnell den Eindruck, dass sich unter den Teilnehmern kaum Agenturleute befanden. Unternehmensvertreter schienen mir in der Überzahl zu sein.

Hier meine gesammelten Eindrücke aus den Vorträgen:

  • (Re-)Targeting ist böse. Zumindest wurde dies immer wieder an den Reaktionen des Publikums deutlich, wenn es auf das Thema zu sprechen kam. Ein Beitrag zu diesem umstrittenen Thema findet sich auch auf unserem Blog.
  • Content Marketing ist nach wie vor ein gefragtes Thema. Sei es zum Link Earning aus SEO-Gesichtspunkten, als Inhalt für die eigenen Social Media-Kanäle oder zur Kundengewinnung. Content Marketing sollte Bestandteil einer jeden guten Online Marketing-Strategie sein.
  • Storytelling eignet sich hervorragend für erfolgreiches Marketing, da sich der Mensch Bilder, Geschichten und Assoziationen besser merken kann als Fakten. Dabei kann Storytelling nicht nur in den Social Media-Kanälen eingesetzt werden, es kann auch auf bspw. der eigenen Webseite oder im TV verlängert werden. Eine sehr erfolgreiche Kampagne, die auf Storytelling basierte, war der Hype um den Hornbach-Hammer. Noch nie davon gehört? Hier finden sich einige Informationen zu dieser tollen Werbekampagne. Der Referent ließ es sich nicht nehmen, dem Publikum stolz einen der Original Hornbach-Hammer zu präsentieren, den er eigens für den Vortrag auf ebay ersteigert hatte.
  • Die Zukunft sieht düster aus … zumindest, wenn man den Zukunftsforschern Glauben schenkt. Automatisierung (dazu zählt auch Marketing-Automation), Digitalisierung und Robotisierung schreiten immer mehr voran und bringen viele Jobs in Gefahr. Ach ja, und obendrein wird alles smart. Von Smartphones über smarte Kühlschränke bis hin zu smarten Schuhen (ja, ernsthaft!). Die Technik nimmt uns immer mehr Arbeit ab. Steht uns also eine Zukunft wie in den Hollywood-Blockbustern à la „I Robot“ oder „A.I. – Künstliche Intelligenz“ bevor? Mit letzter Gewissheit lässt sich heute noch nicht sagen, wann und ob sich selbstfahrende smarte Autos und andere Erfindungen dieser Art durchsetzen werden, sicher ist jedoch: Kreative Ideen und Erfindungen werden immer gefragt sein und selbst der zuverlässigste Roboter kann das menschliche Gehirn (noch) nicht ersetzen. Also alles halb so wild, wenn man individuelle und einzigartige Ideen mitbringt, die sich von den automatisierten Kampagnen anderer Unternehmen abheben.
  • Der Faktor mobile Erreichbarkeit sollte nicht unterschätzt werden. Wir alle wissen von uns selbst, dass wir ständig mit dem Handy im Internet surfen. Sei es morgens am Frühstückstisch, abends auf dem Nachhauseweg oder nebenbei beim Fernsehen. Das Handy begleitet uns fast überall hin. Daher braucht jedes Unternehmen eine mobile enabled website. Auf dem kleinen Display wirkt ein klassischer Internetauftritt weder schön noch praktisch. Ein responsives Design kann manchmal schon ganz einfach mit Hilfe von Frameworks/Bootstraps umgesetzt werden.

Es handelt sich bei den angesprochenen Themen natürlich nur um einen kurzen Abriss einiger ausgewählter Gesichtspunkte, die mir besonders im Gedächtnis haften geblieben sind. Bei sechzehn besuchten Vorträgen (ganz schön volles Programm für zwei Tage, oder?!) konnte ich leider nicht auf jeden Vortrag einzeln eingehen. Für diejenigen, die neugierig geworden sind, finden sich einige Impressionen und Vorträge auch auf der Webseite des Kongresses sowie auf dem Youtube-Channel von Infopark.

Die Rückfahrt am Dienstagabend verlief selbstverständlich nicht so glatt wie die Hinfahrt (die Deutsche Bahn eben…), aber das ist eine andere Geschichte ohne Einfluss auf mein iico-Fazit, das wie folgt lautet:

Sehr gute Organisation, tolle Vorträge, entspannte und angenehme Atmosphäre. Prädikat: empfehlenswert!

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